Drei Tage ökologisches Praktikum – unser Erfahrungsbericht
Am Montag, den 7. September 2026, führte der Biologie-Leistungskurs der Klassenstufen 11 und 12 den ersten Tag seiner ökologischen Exkursion am Südhang der Burg Gleichen durch. Auf einer geeigneten Fläche unterhalb der Burg, die ideale Bedingungen für die Untersuchungen bot, hörten wir zunächst kurze Schülervorträge zur Geschichte der Burg Gleichen, der damit verbundenen Entstehung des Halb-Trockenrasens und seiner Artenvielfalt.
Im Anschluss führte der Kurs die praktischen Feldanalysen direkt vor Ort durch. Dabei kartierten wir die Artenvielfalt auf abgesteckten Testflächen, stellten Insektenfallen auf, entnahmen Bodenproben an zwei verschiedenen Standorten und erfassten typische Zeigerpflanzen.
Am Dienstag trafen wir uns in Wandersleben in der Nähe des Flusses Apfelstädt. Zu Beginn hörten wir verschiedene Vorträge über die Apfelstädt und ihr Ökosystem, die zuvor von einzelnen Gruppen vorbereitet worden waren. Anschließend gingen wir ein Stück durch den Wald bis zu einer gut zugänglichen Stelle am Fluss. Dort arbeiteten wir in kleinen Gruppen und führten verschiedene Untersuchungen durch. Zuerst vermaßen wir den Untersuchungsbereich und bestimmten danach die Fließgeschwindigkeit. Dafür ließen wir kleine Boote aus Rinde oder anderen Naturmaterialieneine bestimmte Strecke auf dem Wasser treiben. Der Versuch wurde dreimal wiederholt, damit wir einen Mittelwert berechnen konnten. Da die Apfelstädt derzeit nur sehr langsam fließt, war hier vor allem eines gefragt – Geduld.
Außerdem nahmen wir an verschiedenen Stellen Wasserproben und maßen die Temperatur sowohl an der Oberfläche als auch in tieferen Bereichen. Danach untersuchten wir verschiedene Pflanzen und Tiere. Besonders achteten wir auf Zeigerarten, da diese Hinweise auf den Zustand des Ökosystems und die dort herrschenden Umweltbedingungen geben können.
Zum Abschluss ließen wir mehrmals Wasser durch einen selbstgebauten Phytoplanktonfilter laufen. So konnten wir eine Probe aus dem Wasser gewinnen, die am nächsten Tag genauer untersucht werden soll.
Alle Proben wurden am Mittwoch in der Schule ausgewertet. Das war der anstrengendste Teil unseres ökologischen Praktikums. Wir untersuchten die Wasserproben auf Gesamt- und Karbonathärte, auf Ammoniumgehalt und pH-Wert, mikroskopierten Bodenproben und das gesammelte Phytoplankton auf Kleinstlebewesen und schrieben unseren Bericht. Sechs Stunden Bio am Stück, so schnell erstmal nicht wieder.
Lilly S. (11) und Linni S. (12)



